Montag, 8. September 2008

St. Paul

06.09.08 St. Matthew Island (Alaska) U.S.A.

"Die unbewohnte Insel St. Matthew, mit einer Länge von 52 km und einer Breite von 7 km, ist baumlos und liegt ca. 580 km südwestlich von Nome. Sie wurde von russischen Seeleuten im August 1766 entdeckt und erhielt ihren Namen nach dem Heiligen Matthias. Allerdings meinte der britische Entdecker und Kapitän James Cook, als er durch die Beringstraße segelte, dass die Insel noch unbenannt wäre, und er gab ihr seinerseits den Namen nach Leutnant John Gore der Royal Navy. Der von den Russen gewählte Name setzte sich allerdings mehr durch!

Die von vielen Seevögeln aufgesuchte Insel gehört zum "Alaska Maritime National Wildlife Refuge", einem Schutzgebiet des dem US-amerikanischen Innenministerium unterstellten "Fish and Wildlife Services". Hierher kommen nur nach Anmeldung zugelassene Reisende, die die strengen Schutzbestimmungen akzeptieren. Vielleicht haben wir sogar Gelegenheit, die hier endemische "McKays Schneeammer" und die pfeifende "St.Matthew Wühlmaus" zu erleben... "

Ich hatte sogar das Glück einen Polarfuchs zu beobachten, der ohne Scheu entlang der Küste wanderte und ganz nahe an uns vorbeilief. Es war ein tolles Schauspiel, er lies sich auch durch die vielen Photografen nicht beeintrucken. Es handelte sich dabei um die Pribilof-Variante des Polarfuchses, der das ganze Jahr über ein graublaues Fell behält, also nicht im Winter zu einem ganz weißen Fell wechselt.


07.09.08 St. Paul (Pribilof Islands) U.S.A.

"Die Pribilof-Inseln sind eine Inselgruppe vulkanischen Ursprungs im US-amerikanischen Bundesstaat Alaska. Sie liegen nördlich der Aleuten im Beringmeer. Die felsigen Inseln sind mit Gras oder anderen Pflanzen der Tundrazone bewachsen. Neben etwa 1 Million Individuen zählenden Population an Seebären sind vor allem die reichen Vogelvorkommen (Schopflund, Rotschnabelalk, Dreizehenmöwen, Schnee-Eule u.v.a.) von Bedeutung. Bisher wurden etwa 120 verschiedene Vogelarten identifiziert, und jährlich kommen etwa zwei Millionen Seevögel, um, hier zu brüten. Des Weiteren kann auf den Inseln regelmäßig der Polarfuchs bei der Jagd in den Vogelkolonien beobachtet werden.

Die Pribilof-Inseln bedecken eine Fläche von ca. 200 Quadratkilometern und gehören politisch zu Alaska. Sie bestehen im Wesentlichen aus den beiden bewohnten Inseln St. Paul und St. George. Auf der größeren Insel St. Paul leben ca. 450 Menschen, auf St. George ca. 150 Menschen. Daneben gibt es noch einige kleine unbewohnte Inseln wie die nahe der Sankt-Paul-Insel gelegenen "Otterinsel" und "Walrossinsel". Die Pribilof-Inseln sind nur mit dem Schiff oder über den Flughafen auf St. Paul zu erreichen. Aufgrund der Lage der Inseln herrscht etwa 300 Tage im Jahr Nebel vor.

Schon vor ihrer Sichtung 1767 durch Joan Synd und den Besuch 1788 von Gawriil Pribilof wurden die Inseln durch die Innuit als Stützpunkt für die Jagd benutzt; dies belegen archäologische Funde, z. B. auf der Insel St. Paul. Pribilof berichtete nach seiner Rückkehr über die große Anzahl von 'Nördlichen Seebären', wofür diese Inseln später berühmt wurden. 1867 kauften die USA die Inselgruppe von Russland zusammen mit Alaska ("Alaska Purchase"). Allein in den zwei Jahren 1868 und 1869 wurden 329.000 Seebären auf den Pribilof-Inseln getötet. Zudem wurden die Robben auf See harpuniert. Auf den Pribilof-Inseln gab es mit 130.000 bis 300.000 Tieren schließlich doch noch eine nennenswerte Population. In der 1911 zwischen den USA, Russland, Japan und Kanada geschlossenen Vertrag über die "North Pacific Fur Seal Convention" wurden endlich Beschränkungen eingeführt. Bis 1917 wurde jede Seebärenjagd verboten, für die Zeit danach wurde eine jährliche Quote von 40.000 legal getöteten Seebären festgelegt. Das Harpunieren auf See wurde ganz untersagt. Durch diese Maßnahmen stieg der Bestand bis 1940 wieder auf 2,5 Millionen Seebären an. Aber der Bestand an Seeottern wurde ausgelöscht. Erst 1966 wurde der kommerzielle Robbenfang verboten. Nur noch den hier wohnenden Indianern und Innuit sind die Jagd und die Tötung von etwa 1000 Tieren pro Jahr gestattet. Hauptwirtschaftszweig ist die Fischerei und hierbei insbesondere der Fang von Heilbutt und Königskrabben."

Bis bald, Yvonne

Freitag, 5. September 2008

Pressemitteilung



Neue Reise

Nome (Alaska) 04.09.08

Seit gestern Abend sind wir in Nome, einer alten Goldgräberstadt und wir haben endlich mal super Wetter, man konnte fast mit dem T'Shirt herumlaufen, das tat mal wieder gut, etwas Sonne zu haben und eine etwas touristische Stadt. Da wir gestern Abend schon da waren, gingen wir noch in die Stadt und in eine der Bars, viel hatte die Stadt auch nicht zu bieten, aber es gab 2-3 nette Bars und in einer davon tranken wir noch ein Bier, die sah aus wie ein Salon. War ganz schön, mal was anderes zu sehen.

Heute mittag bin ich nochmals mit Isabelle in die Stadt gelaufen und habe mich noch etwas umgesehen, aber außer ein paar Souvenirshops und einem interessanten Museum, habe ich auch nichts wirklich tolles entdeckt. Teilweise erinnern die Häuser noch an die alte Goldgräberzeit und wenn man sich dann die alten Photos anschaut, hat sich nicht wirklich viel geändert, einige neue Häuser werden auch noch im Stil von damals nachgebaut, andere sehen aus wie Baracken, es gibt schon imense Unterschiede.

Den Weg zurück wollte ich eigentlich auch zu Fuß zurücklegen, aber ich bin mitten in der Stadt gestolpert und habe mir den Fuß übertreten und leider ging dabei die leckere, gerade gekaufte, Salsasosse zu Bruch. Es kam dann auch gleich ein freundlicher Herr auf mich zu gesprungen und wollte mir helfen, aber es war alles o.k. bis auf dem Knöchel und ein paar Kratzern.
Ich bin dann noch ein paar Meter weiter gelaufen und dachte ich fahre dann mit dem Shuttlebus, aber dann hielt ein Auto an und fragte ob er mich mitnehmen kann, als ich dann eingestiegen bin hörte ich, dass aus dem CD-Rekorder Rammstein lief, das ist doch unglaublich, am anderen Ende der Welt hören die Einheimischen deutsche Musik. Es war auf jeden Fall klasse, dass er mich mitgenommen hat, den weiten Weg hätte ich mit meinem verletzten Fuss auch nicht unbedingt gehen wollen und in Alaska kann man wohl auch ohne Probleme bei jemandem mitfahren, das hatte auch unser Agent gestern gesagt.

Und nun gehts weiter Richtung Kamtschatka, da bin ich wirklich gespannt drauf, ich hoffe die Reise wird interessant und wir haben super Wetter.


Bis bald, Yvonne

Donnerstag, 4. September 2008

Seetag

Heute fand ich was ganz interessantes in unserem Tagesprogramm:

Aus der Reihe tanzen

Heute wäre ein guter Tag, um etwas Außergewöhnliches zu tun. Zum Beispiel auf dem Weg zur Arbeit auf der Straße tanzen. Einem oder einer Unbekannten in die Augen schauen und von Liebe auf den ersten Blick sprechen. Dem Chef gegenüber eine Idee vorbringen, mit der wir uns vielleicht lächerlich machen, an die wir jedoch glauben. Ein Instrument kaufen, das wir schon immer spielen wollten, aber nicht wagten. Heute könnte ein Tag sein, der nicht in's Pensum passt, das wir jeden Morgen aufsetzen. Heute ist jeder Fehler erlaubt und verziehen. Heute ist ein Tag der Lebensfreude....

(Paulo Coelho, Auszug aus "Der Wanderer")

Solche Tage sollte man öfters haben. Das hört sich doch ganz gut an, vielleicht sollte man das wirklich mal ausprobieren....

Am 01. 09. hatten wir noch einen Stop in Barrow (Alaska)

Den aktuellen Namen erhielt Barrow von Point Barrow, dem 15 km entfernten nördlichsten Punkt der Vereinigten Staaten, der 1825 nach Sir John Barrow benannt wurde.
Die Landzunge "Point Barrow" liegt rund 17 km nördlich der heutigen Siedlung Barrow und gilt als der nördlichste Punkt der USA. die rund 4000 Einwohner zählende Gemeinde breitet sich entlang eines Strandstreifens mehrere Kilometer weit aus. Point Barrow ist etwa 2060 Kilometer vom Nordpol entfernt. Die Siedlung Barrow ist nur mit dem Flugzeug regelmässig zugänglich. Aber viel gibt es hier auch nicht zu sehen, die Siedlungen in dieser Ecke der Welt sind alle ähnlich und es macht einen nicht wirklich an, nochmal hierher zu kommen. Aber die Menschen sind sehr nett und hilfsbereit, als wir den Weg zum Supermarkt nicht genau wussten, hat uns eine Dame begleitet und uns auch noch einiges über den Ort erklärt, das fand ich sehr nett.

Wir sind heute am letzten Tag unserer Reise angelangt, heute Abend werden wir in Nome sein und morgen Abend geht die Reise dann weiter in Richtung Kamtschatka. Es ging jetzt doch noch relativ schnell vorbei und gestern hatten wir noch einen kurzen Stop in Point Hope.

Point Hope(Alaska) 02.09.08

Camp Point Hope wurde um 1960 mit modernen Materialien errichtet, früher bestanden die Häuser und Friedhöfe aus Walknochen und auch heute ist die Umrandung des Friedhofes noch aus Walknochen gemacht.
Bis 1960 lebten die Menschen in "sodhouses" (Erdhütten), die von außen wie Dünen aussehen, aber bei genauerem Hinsehen entdeckt man dann einen Eingang. Die Rahmen und Wandbögen bestehen teilweise aus Walknochen und Treibholz. Früher lebten die Bewohner mindestens zu sechst in diesen Hütten. Es kamen oft Verwandte zu Besuche. Dadurch wurde es dann oft eng und voll. Die Bewohner saßen zusammen und erzählten sich Märchen und Geschichten von früher. Inzwischen dienen die Hütten als Vorratsdepot fürs ganze Dorf, das etwas 1,5 Kilometer entfernt liegt. Es ist so, wenn jemand ein Tier erlegt, gehört es dem ganzen Dorf und jeder kann sich davon nehmen.
Das Kap am Point Hope wurde von Captain Frederick William Beechey der Royal Navy benannt. Jender schrieb dazu am 2. August, 1826 in sein Tagebuch: "I named it Point Hope in compliment to Sir William Johnstone Hope". Sir Hope entstammte einer bekannten Familie, die immer der Seefahrt zugetan war.

Das wars mal wieder, bis bald, Yvonne

Dienstag, 2. September 2008

Herschel Island 29.08.

In unserem Tagesprogramm gab es interessante Angaben über diese Insel: "Herschel Island ist eine kleine Insel, etwa 12 km lang und 8 km breit, direkt vor der Küste des bergigen Yukon Territoriums am Rande des arktischen Meeres gelegen. Herschel Island wurde von John Franklin am 17. Juli 1826 entdeckt und nach Sir John Fred Herschel, einem bekannten, britischen Astronom, benannt. Franklin notierte in seinem Tagebuch, Herschel hätte einen der besten Häfen in der Arktis, viele Eskimos in der Umgebung und mehr Grönland-Wale (engl. Bowhead Whale) als in der Baffin Bay. Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Herschel Island zum Zentrum des Walfangs in der gesamten Beaufort Sea. Die Boote kamen rund 5.000 Seemeilen von San Francisco im Juli/August nach Herschel, voll geladen mit Ausrüstung und Proviant. Bis September wurde gejagt, dann fror das Eis zu und man wartete auf den nächsten Sommer. 1894/95 überwinterten 15 Schiffe auf Herschel, mit mehr als 1000 Walfängern und ebenso vielen einheimischen Eskimos, mit denen man darüber hinaus Handel betrieb (Fleisch der Eskimos gegen Waffen, Munition, Messer etc. bis hin zu Kaugummi, Zigarren und europäischer Kleidung). Mit den Walfängern kamen auch bis dahin unbekannte Krankheiten wie z. B. die Syphilis. Viele der Einheimischen Mackenzie Eskimos starben. Die langen Winter versuchte man mit Alkohol und einheimischen Eskimo-Frauen etwas abwechslungsreicher zu gestalten. Die Kapitäne waren das Gesetz, Grausamkeiten waren an der Tagesordnung. Henry Larsen und andere beschrieben Herschel als das "Sodom und Gomorra der Arktis". Über der Insel wehte die amerikanische Flagge. 1903 wurde eine Abordnung der kanadischen Royal Mounted Police zur Herschel Island geschickt, um die Ordnung wiederherzustellen, und die kanadischen Ansprüche auf die Insel zu untermauern. Einige Jahre später ging der Bestand der Wale bereits drastisch zurück, 1915 eröffnete die Hudson's Bay Handelskompanie einen Posten auf Herschel, und die Insel entwickelte sich zu einem lebhaften Handelszentrum der westlichen Arktis, mit Pelzhändlern, Seefahrern, Eskimos und Missionaren. 1938 zog die Hudson's Bay Company nach Tuktoyaktuk um; heute ist Herschel Island ein "Territorial Park", sowohl unter Naturschutz stehender National-Park als auch geschichtliche Stätte."


Bis bald, Yvonne

Sonntag, 31. August 2008

Seetag 30.8.08

25.08.08 Cambridge Bay, Victoria Island, Canada

Heute besuchten wir die Siedlung in Cambridge Bay, es wohnen hier ca 2000 Menschen aber es kommt mir irgendwie größer vor.
Der Name der hier ansässigen Inuit für diese Siedlung ist Iqaluktuuttiaq, was soviel bedeutet wie "Ort mit vielen Forellen" und tatsächlich mündet in die Bucht nahe der Maude (ein Wrack das hier in der Bucht liegt), ein fischreicher Fluss, zu dem die Einheimischen gerne zum angeln fahren. Aber zuerst gab es eine Fahrt mit dem Speedboot, das sonst auf dem Eisbrecher ist. Norman hatte organisiert, das einige der Besatzung mit ihm mitfahren dürfen.
Es gibt hier eine ziemlich moderne Highschool mit einer grossen Bücherei, die ich besucht habe. Ich kam mit der Bibliothekarin und einen Lehrerin ins Gespräch, das war sehr interessant, leider war die Zeit zu kurz um sich ausführlicher zu unterhalten, denn ich wollte auch noch den Eisbrecher besuchen auf dem unser Icemaster ansonsten Kapiän ist.
Ein anderes Schiff zu besuchen ist auch mal ganz schön, sie haben auf dem Eisbrecher nur 27 Mann Besatzung, aber es gibt sogar eine Krankenschwester mit der ich mich noch kurz unterhalten konnte. Es gab auch noch eine Führung durch das ganze Schiff, so dass man sich alles anschauen konnte, im Gegenzug machten einige Besatzungsmitglieder von dort einen Besuch bei uns. Es war schon spannend auch mal so ein Schiff von innen zu sehen, wann hat man denn mal die Gelegenheit dazu.

Zur Maud:

Dieses Schiff wurde 1817 für Roal Amundsen in Asker/Norwegen für eine seiner weniger erfolgreichen Expeditionen gebaut und zwar nach dem gleichen Prinzip wie die legendäre "Fram" von Fridtjof Nansen. Die "Fram" sollte 1894 ja mit dem Eis zum Nordpol treiben. Nansens berühmte Reise mit der Fram gelang nicht, da das Schiff nicht genügend weit ins Treibeis gelangte und südlich am Nordpol vorbeitrieb. Amundsen plante hingegen mit der "Maud" durch die Bering Straße ins Treibeis vorzudringen und sich mit diesem direkt zum Nordpol driften zu lassen. Später wurde das Schiff an die Hudson Bay Company verkauft und in "Baymaud" umbenannt. Es befuhr bis 1932 die Norküste Alaskas und wurde dann hier in Cambridge Bay als Lagerschiff genutzt bis es leckschlug und als Wrack in der Bucht leigen blieb.

26.08.08 Ross Point, Canada

Heute konnten wir leider nicht an Land, da der Wind zu stark war und es zu gefährlich ist mit den Zodiaks rauszufahren.

27.08.08 Holman, Victoria Island, Canada

Eine kleine Siedlung die sehr selten besucht wird der Cooper Inuit, sie ist bekannt als Künstlerkolonie. Schon in den 40er Jahren dieses Jahrhunderts begann man in Holman mit lokalen Handarbeiten wie Drucken und Schnitzereinen. Seither hat sich das traditionelle Handwerk der Inuit ständig weiterentwickelt, einige der Workshops stehen auch für Besucher offen. Aber leider waren heute alle geschlossen, aber man konnte einige Dinge bei der Tanzvorführung die für uns stattfand bewundern. Wie es aussah freuten sich die Menschen dort sehr über unseren Besuch und es gab eine fast 1 stündige Vorführung mit traditionellen Tänzen. Es gibt hier sogar ein kleines Hotel, aber ich habe keine weiteren Touristen gesehen, aber es war trotzdem einiges los, es sah so aus, als ob die Einheimischen dort Essen können. Ich war dort zum telefonieren, es gab dort ein öffentliches Telefon.


28.08.08 Smoking Hills

Heute hatten wir eine Zodiakrundfahrt bei Smoking Hill, da meint man wirklich die Erde brennt. Es gibt da sehr viele Schwefelquellen und aus der ganzen Erde steigt ein Dampf auf, es war ein unglaubliches Schauspiel. Ich weiss leider nicht, ob die Steine auch heiss sind und leider konnten wir auch nicht an Land um es auszuprobieren. Es war auf jeden Fall sehr sehenswert, es war leider nur sehr kalt und windig.Aber ich habe mir danach erstmal eine warme Dusche gegönnt und ich taute dann langsam wieder auf. Es war aber auf jeden Fall eine tolle und lohnende Fahrt und sehr beeintruckend.

29.08.08 Herschel Island

Die historisch bedeutsame Insel Herschel war früher das Zentrum des Walfangs un der gesamten Beaufort See und heute ein unter Naturschutz stehender National-Park, den man nur mit einer Sondergenehmigung der kanadischen Regierung betreten darf. Die wenigen Gebäude sind Zeugnisse aus den Tagen des Walfangs, daneben ist die Insel aber auch ein gutes Beispiel für arktische Landschaft, mit reicher Flora und Fauna.

Wir hatten gestern unserem letzten Stop in Canada, Herschel Island, zuerst kamen noch die Rancher von dort an Bord bevor ich dann auf die angebotene Wanderung mitgegangen bin. Aber irgendwie machte es mich nicht so an, wir haben nur 6 Grad und es ist dauernd trüb, aber die Wanderung war trotzdem ganz schön, vorallem die Vegetation, ich hätte nicht gedacht wie vielfältig die hier ist.
Wir haben dann auch noch zwei Karibous gesehen, aber die waren leider sehr weit weg, aber mit dem Fernglas konnte man sie gut erkennen. Aber bei dem trüben Wetter bekommt man schon langsam einen Frust und wünscht sich mal Sonne. Aber ich hoffe die nächsten Tage werden besser, so macht es wirklich keinen Spass.

30.08.08 Seetag

Heute wahr doch noch ein toller Tag mit sehr viel Eis und Sonne, das rumsen hat mich schon im Schlaf gestört und ich danchte das kann nur Eis sein, ich bin dann später noch mit einigen Kolleginnen aufs Sonnendeck um das tolle Schauspiel zu beobachten, das war mal wieder einmalig. Heute Abend ist dann noch Crewshow, aber ich helfe nur im Hintergrund mit. Die wird bestimmt sehr schön. Und danach gibt es noch eine grosse Party...es ist mal wieder einiges geboten hier auf unserem kleinen Schiff.

31.08.08 Seetag

Nochmal ein Seetag......

Ansonsten ist diese Reise wirklich nicht so prickelnd, ich würde sie auf jeden Fall nicht privat fahren, Antarktis ist viel spannender, vorallem wegen der Tierwelt. Ich hoffe die nächste Reise wird interessanter. Aber wenn wir dann in Japan sind wird es auf jeden Fall spannender, da haben wir dann auch mal wieder größere Städte, aber zuerst sind wir dann für 2 Wochen im Dry Dock, da bin ich auch gespannt, was ich da dann arbeiten soll.

Donnerstag, 28. August 2008

Canada

17.08.08 Pont Inlet, Nunavut

Wir lagen bei diesigem aber ruhigem Herbstwetter vor der Ortschaft "Pond Inlet" auf Baffin Island vor Anker und warten auf die kanadischen Behörden. Wieder gab es einen Gesichtscheck für alle und der hat dieses Mal sehr lange gedauert. Wie schon bei der vergangenen Expedition in die kanadische Arktis. - Diese Siedlung ist heute überwiegend von kanadischen Bewohnern bewohnt, sie geht aber auf eine europäische Walfängersiedlung zurück.
Die Landgangszeit endete leider schon um 13:30 Uhr mit dem letzten Zodiac zum Schiff! Aber es gab auch nicht soviel zu sehen, die Kirche war leider geschlossen und die Siedlungen sind leider sehr trist, ich wollte hier nicht unbedingt wohnen, da gefällt mir Grönland mit seinen bunten Häusern schon besser, auch wenn es trotzdem oft sehr trist ist.

18.08.09 Devon Island, Nunavut

Die Devon Insel ist die zweitgrößte der Königin-Elisabeth Inseln und gehört zum Territorium Nunavut, Kanada. Sie sit von der Ellesmere-Insel im Norden durch den Jones-Sund und von der Baffin-Insel im Süden durch den Lancaster Sund getrennt.

Es gab hier an der Südküste eine Siedlung (Dundas Harbour) aber dieser ist heute verlassen.

Heute hatten wir mal wieder Pech mit dem Wetter, es war sehr kalt und es blies ein schneidender Wind, aber ich war trotzdem kurz draußen und besuchte das Grab der zwei Constables der RCMP ("Royal Canadian Mountain Police"), die hier im vergangenen Jahrhundert während ihres Einsatzes in der Station auf Devon Island gestorben waren; beide waren man gerade 25 und 26 Jahre alt gewesen.


19.08.08 Beechey Island, Nunavut

Wir liegen heute früh vor Beechey Island, und es hatte in der Nacht frischen Schnee gegeben, nicht nur in der gepuderten Landschaft, sondern auch an Deck. Schon um viertel vor acht stand ich oben auf dem sehr glitschigen "Sonnendeck", und es gab in der Ferne an Land eine Bärenfamilie (ein Weibchen mit zwei relativ großen Jungtieren) zu sehen.

Am Himmel ist zwar sehr viele Wolken, aber die Sonne schaut hier und dort und dann und wann heraus, was der Szenerie eine interessante Note gibt. Es ist wenigstens nicht "grau in grau"!

Der Name dieser Insel steht im Zusammenhang der Franklin Expedition von 1845 und den folgenden Suchexperimenten. Franklin hat hier selbst mit seinen beiden Schiffen "HMS Erebus" und "HMS Terror" den Winter verbracht, und drei seiner Seeleute sind hier begraben, diese Gräber sind heute noch zu sehen. Man konnte auch noch die Ruine der Holzhütte sehen, die im Rahmen der großen Suchaktion von 1852 bis 1854 unter Sir Edward Belcher errichtet wurde. Sie war als Vorratsdepot gedacht. Es liegt auch nicht weit von der Ruine ein Mast der Segelyacht "Mary", die im Rahmen einer Suchexpedition in der Nähe zurückgelassen und hierher gebracht wurde. Am Strand sten auch ncoh mehrere Denkmäler. Das Wichtigste wurde von Sir Edward Belcher errichtet und erinnert an die vielen Opfer der Suchexpeditionen. Beechey Island war deren wichtigster Stützpunkt.

Von unserem Kapitän wurde auf dieser Insel die traditionelle Ansprache zu Ehren von Sir John Franklin gehalten. Danach liefen wir noch zu den Gräbern der Franklin Expedition. Dieser Platz ist sehr bedeutend für alle Seemänner.

19.08.08 Resolute, Nunavat

Das ist wieder eine kleine Ansiedlung mit ca. 900 Inuit, aber auch nicht wirklich interessant und sehr ärmlich. Die meisten leben von Fischfang und staatlichen Subventionen, das brauchen sie auch dringend, denn wenn man die Preise im Supermarkt sieht, da ist es in Deutschland billig.

20.08.08, Seetag

Cruising im Prince Gegent Inlet, bei strahlendem Sonnenschein, aber leider etwas zu kalt um länger an Deck zu bleiben.

21.08.08, Fort Ross