Mittwoch, 16. Januar 2008

Plénau Island

Hier mal wieder die neusten News aus der Antarktis. Das Wetter ist unglaublich, wir saßen gestern noch sehr lange an Deck, da wir vor Port Lockroy vor Anker lagen. Man muss sich natürlich dick einpacken, aber es war trotzdem genial. Man hätte können die ganze Nacht draußen sitzten, es wird ja hier auch nicht Dunkel, daher kommt es einem noch irrealer vor.

Paradise Bay 15.01.08 morgens:

gestern waren wir mal wieder in der Paradise Bay bei strahlendem Wetter, besser hätte es gar nicht sein können, es ist eine der schönsten Buchten in der Antarktis. Die sonst wenig zu Sentimentalität neigenden Walfänger gaben ihr den Namen. Sie sahen in dem vergletscherten Gebirgspanorama in der Bucht mit treibenden Einbergen ein in Eis erstarrtes Paradies. Die Paradisbucht liegt an der Westseite der Antarktischen Halbinsel und wird nach Westen von der Gerlache-Straße durch die Bryde-, Lemaire- und Bruce-Insel getrennt. Zwei Stationen befinden sich in der Bucht, die chilenische Station Gonzáles Videla (1951 errichtet, 1973 stillgelegt, danach zeitweilig wieder besetzt) und die argentinische Station Almirante Brown.

Die argentinische Station wurde ebenfalls 1951 errichtet und nach einem Admirante Brown benannt. 1984 fiel die Station einer Brandstiftung des Stationsarztes zum Opfer. Die Rettung der Mannschaft ist dem mutigen Einsatz der Kollegen von der amerikanischen Palmer Station zu verdanken. Die Station wurde später wieder für den vollen Betrieb ausgebaut, war allerdings in den letzten Jahren unbesetzt und verfiel zunehmend.

Die Passagiere sind in zwei Gruppen rausgefahren zum cruisen. Ich konnte leider gestern morgen nicht mit, aber ich saß dann mit einer Kollegin an Deck und habe das schöne Wetter und die Umgebung genossen. Beim nächsten Mal klappt es bestimmt, aber sie haben gerade zu wenig Zodiakfahrer, und da ich meinen Führerschein noch nicht habe, ging es gestern leider nicht, dass ein anderer Fahrer mit mir fährt. Aber ich hoffe es klappt bald mit dem Führerschein, aber es ist auch ziemlich anstrengend zu fahren, das hätte ich mir nicht so vorgestellt, mit einem leeren Boot geht es, aber wenn Leute drinsitzen. Aber so heißt es jetzt fleissig üben, und bei dem schönen Wetter macht es auch Spass.

Port Lockroy mittags:

1944 wurde von den Briten hier Base A errichtet, um die Versorgung der benachbarten Feldforscher (geologische und geographische Studien) zu sichern. Die verlassene Station wird heute von Eselspinguinen, Blauaugen-Kormoranen, Raubmöven und einer großen Anzahl von Domenikanermöven bevölkert. So nahe wie hier kann man nirgends an die Pinguine rankommen.

Diese beide Plätze werden in jeder Cruise angefahren.


16.01.08 Pléneau Island morgens:

Diese knapp 1,3 Kilometer lange Insel liegt nahe der Booth Island westlich des südlichen Ausganges des Lemaire Kanals. sie wurde zuerst kartiert während der Franz. Antarktischen Expedition 1903-05 unter der Leitung von Carcot. Benannt wurde die Insel von dem Expeditonsleiter nach dem Photographen Paul Pléneau. Eselspinguine, Kelpmöven und Skuas haben auf der zumeist von Eis und Schnee bedeckten Insel ihr Brutkolonien. An den Stellen an denen der Schnee gewichen ist kann man Moose und Flechtengebiete erkennen. Auffällig sind auch die roten und grünen Färbungen auf dem Schneefeldernder der von Schneealgen herühren.


Station Vernadsky mittags:

Da wir erst vor ein paar Tagen hier waren, gibt es hier nichts Neues zu schreiben.


Bis bald, Yvonne

Montag, 14. Januar 2008

Aticho Islands

Heute ist es mal wieder richtig neblig, ich weiss noch garnicht, ob ich rausgehe,aber eigentlich sollte ich etwas Zodiakfahren üben. Mal sehen was sich noch ergibt, heute mittag ist auch noch eine Anlandung bei Hannah Point, vielleicht ist ja bis dahin das Wetter besser.

Aticho Islands 62°24'S 59°47'W

Die kleinen Inseln, die zwischen Robert und Greenwich Island leigen, wurden 1935 kartiert und nach dem hydrographischen Dienst der Admiralität (Hydrographic Office), dessen ausgeschriebenen Initialien (AITCH = H) sie tragen, benannnt. Es gibt dort Brutkolonien von Zügel- und Eselspinguinen. Zum Teil sind die Inseln auch mit Moosen bewachsen.


Hannah Point (Livingston Island) 62°39'S, 60°37'W

Benannt nach dem Robbenfangschiff "Hannah" (Kpt. James Johnson) aus Liverpool, das 1820 dort havarierte. Überwiegend vulkanisches Gestein (Balsalt)


Das stand heute auch noch in unserem Tagesprogramm:

Pinguine - Ableitung der Bezeichnung:
In England taucht es, so das renommierte Oxford English Dictionary, erstmals 1588 auf. Mit dem Namen Pinguin wurden wahrscheinlich von spanischen Matrosen ursprünglich Alke und Tauchvögel der Nordhemisphäre auf Grund ihres hohen Fettgehaltes bezeichnet (penguigo, vgl. pinguis = fett). Andererseits nennt Manuel de Mesquitor Perestrello im Jahre 1575 die feinen Daunenferdern an den Flügelenden "penguen", was dem heutigen portugiesischen pinguin verwandt ist. Es ist aber auch möglich, dass das Wort Pinguin wallisischen Ursprungs ist (=Weißkopf) und ursprünglich den heute ausgestorbenen Riesen-Alk bezeichnet.

Ist doch mal interessant.


Bis bald, Yvonne

Aticho Islands

Heute ist es mal wieder richtig neblig, ich weiss noch garnicht, ob ich rausgehe,aber eigentlich sollte ich etwas Zodiakfahren üben. Mal sehen was sich noch ergibt, heute mittag ist auch noch eine Anlandung bei Hannah Point, vielleicht ist ja bis dahin das Wetter besser.

Aticho Islands 62°24'S 59°47'W

Die kleinen Inseln, die zwischen Robert und Greenwich Island leigen, wurden 1935 kartiert und nach dem hydrographischen Dienst der Admiralität (Hydrographic Office), dessen ausgeschriebenen Initialien (AITCH = H) sie tragen, benannnt. Es gibt dort Brutkolonien von Zügel- und Eselspinguinen. Zum Teil sind die Inseln auch mit Moosen bewachsen.


Hannah Point (Livingston Island) 62°39'S, 60°37'W

Benannt nach dem Robbenfangschiff "Hannah" (Kpt. James Johnson) aus Liverpool, das 1820 dort havarierte. Überwiegend vulkanisches Gestein (Balsalt)


Das stand heute auch noch in unserem Tagesprogramm:

Pinguine - Ableitung der Bezeichnung:
In England taucht es, so das renommierte Oxford English Dictionary, erstmals 1588 auf. Mit dem Namen Pinguin wurden wahrscheinlich von spanischen Matrosen ursprünglich Alke und Tauchvögel der Nordhemisphäre auf Grund ihres hohen Fettgehaltes bezeichnet (penguigo, vgl. pinguis = fett). Andererseits nennt Manuel de Mesquitor Perestrello im Jahre 1575 die feinen Daunenferdern an den Flügelenden "penguen", was dem heutigen portugiesischen pinguin verwandt ist. Es ist aber auch möglich, dass das Wort Pinguin wallisischen Ursprungs ist (=Weißkopf) und ursprünglich den heute ausgestorbenen Riesen-Alk bezeichnet.

Ist doch mal interessant.


Bis bald, Yvonne

Sonntag, 13. Januar 2008

Warum ist das Eis blau?

13. Januar 2008

Gerade sind wir am Brown Bluff (63°32'S, 56°55'W) angekommen, aber leider ist das Wetter nicht so schön wie gestern, es ist etwas windig und bewölkt, aber hier kann es sich auch sehr schnell wieder ändern.

Die 745 m hohe Klippe beherrscht das Panorama. Sie befindet sich auf dem Festland der antarktischen Halbinsel (Tabarin Halbinsel) 9 km südlich Hope Bay / Esperanza und westlich von Jonassen Island. Ein der Nordseite zugewandter ca. 3 km langer Strand aus Fels und Asche bietet den Adelie- und Zügelpinguinen ausreichend Nestplatz.


Warum ist das Eis blau - so blau?


Rot und Infrarot wird von Schnee und Eis absorbiert. Der blaue Teil des Lichtspektrums wird bevorzugt rückgestreut. Diese Streuung erfolgt an den Molekülen. Bei starkem Lufteinschluß, wie zum Beispiel in Schnee und Firn, wird nahezu das ganze Spektrum (Sonnenspektrum) zurückgestreut und das Material erscheint konsequenterweise weiß. Je nach Lufteinschluß kann man also den Übergang von weiß nach blau beobachten.

Die Reflektionseigenschaften des Eises hängen stark von der Struktur des Eises im Bereich der obersten 10 - 20 cm ab. Sehr homogenes erstjähriges Eis erscheint im Allgemeinen blau. Beim oberflächlichen Schmelzen im Sommer wird das Salz ausgeschwemmt und es bildet sich eine granulare Krusate, die die Strahlungseigenschaften des Eises derart verändert, daß es weißlich aussieht.


Bis bald, Yvonne

Samstag, 12. Januar 2008

Paulet Island

12. Januar 2008


"Die Menschen zieht es aus verschiedenen Gründen zu den unentdeckten Plätzen der Welt. Einige werden einfach von Abenteuerlust getrieben, andere haben einen unstillbaren Durst nach wissenschaftlichen Erkenntnissen und wieder andere werden durch die verlockenden Versprechungen flüsternder Stimmen, der geheimnisvollen Faszination des Ungewissen, von den ausgetretenen Pfaden weggezogen. "

(Sir Ernest Shackleton)



Gestern hatten wir einen tollen Tag mit genialem Wetter. Wir konnten zwar nur morgens eine Anlandung in Paulet Island machen, aber das war dafür genial.

Paulet Island:

Die kleine Vulkaninsel 5 km südöstlich von Dundee Island misst knapp 2 km im Durchmesser. Sie wurde von der Expedition unter James Clark Ross 1839 - 1943 gesichtet und nach Lord George Paulet, Kapitän der Royal Navy, benannt. Am 12. Februar 1903 sank 40 km vor Paulet Island Norderskjölds Expeditionsschiff "Antarctic". 16 Tage benötigte die Besatzung, um mit Schlitten die Insel zu erreichen. Die Reste der Hütte, in der sie den Winter 1903 verbrachten, sind noch heute zu sehen. Auch das Grab des Matrosen Weenersgaard, der die Strapazen nicht überlebte, ist noch vorhanden. Paulet Island wird von einer Adeliepinguinkolonie mit Hunderttausenden von Tieren beherrscht, die schon von weitem auszumachen sind. Dazwischen haben auch Blauaugenkomorane dort ihren Brutplatz.

Hier noch ein bischen Hintergrundwissen zur Schwedischen Nordenskjöld Expediton von 1901-04: Hope Bay, Paulet Island, Snow Hill Island, Cape Well Met / Vega Island (gegenüber Devil Island) verbunden:

Im Januar 1902 vermaß Nördenskjölds Schiff "Antarctic" unter seinem Kapitän - dem Walfänger Carl Anton Larsen - den Westen der Halbinsel und navigierte als erstes Schiff im späteren "Antarctic Sound". Nordenskjöld wurde auf Snow Hill abgesetzt mit 5 Mann: Erforschung u.a. von Seymour Island.
Anfang 1903 setzt die "Antarctic" 3 Männer in Hope Bay aus, um die Nordenskjöld Grußße 105 km südlich zu Fuß zu suchen. Am 12. Februar 1903 sank die "Antarctic" im Packeis vor Paulet Island, Larson fährt 14 Tage auf Schlitten bis zu Insel (40 km).
Erst am 29.09. kann die Hope-Bay-Mannschaft nach Snow Hill aufbrechen und vereinigt sich am 12.10.1903 mit der Nordenskjöld Mannschaft am Cape Well Met. Gemeinsame Rückkehrt nach Snow Hill.
Am 31.10. bricht Capitain Larson von Paulet Island in Booten nach Hope Bay auf.
Am 8.11. erreichen Nordenskjöld und Larsen zufällig gleichzeitig mit dem Rettungsschiff "Uruquay" unter Kapitän Irizar die Insel Snow Hill.


Bis bald, Yvonne

Donnerstag, 10. Januar 2008

Seetag II

Gestern waren wir in Ushuaia, wir kamen schon vorgestern Abend an, so konnten wir noch etwas in die Stadt und ich war am nächsten Tag noch shoppen. War ganz schön, auch das Wetter war phantastisch. Es hat einfach alles gepasst.

Nun sind wir wieder auf dem Weg in die Antarktis, dieses Mal haben wir etwas andere Ziele auf dem Programm. Aber auch wenn es die gleichen Ziele sind ist jede Anlandung doch wieder anderst. Die Natur entwickelt sich weiter, die Pinguine schlüpfen und werden grösser, es ist total aufregend das mitzubekommen. Und ich bin sehr gespannt wie diese Reise wird

Wir fahren gerade wieder Richtung Antarktis, mit dem Wellengang geht es, aber ich denke wir haben schon Windstärke 5-6.

Morgen sind wir dann inPenguin Island 62° 06' S, 57 ° 54' W 8.

Dieses kleine Eiland ist der King George - Insel im Nordosten vorgelagert.
Geologisch ist diese Insel etwas Besonderes: ein kleiner Vulkan, der am Rande der Bransfieldstraße aus dem Meer ragt. Neben einigen Vogelkolonien bietet sich hier dem Besucher die Möglichkeit, etwas weiter auszuschrieten und eine Wanderung auf den Kratergipfel zu unternehmen.

Die Wanderung zum Vulkankegel - Deaconspitze 180 m über dem Meeresspiegel - eröffnet einen herrlichen Blick in den Krater mit dem kleinen Innenkegel und einem daneben hoch aufragenden Balsaltgang. Auch fällt der Blick auf den wassergefüllten Nebenkrater Petrel Crater.

Ich hoffe ich kann da morgen mit, da wir erst spät anlanden und eine Gruppe während unserer Sprechzeit geht. Aber mal sehen, oder dann bei einer der nächsten Reisen, falls wir hier nochmals hin kommen.

Bis bald, Yvonne

Dienstag, 8. Januar 2008

Seetag

Hallo Ihr Lieben,

nun bin ich schon über 3 Monate unterwegs und es gefällt mir mittlerweile ganz gut. Heute haben wir wieder einen Seetag und morgen wahrscheinlich nochmal. Es hängt noch davon ab wie das Wetter ist, ob wir an Cap Horn anlanden können, aber wie es aussieht müsste es klappen, aber man weiss ja nie. Und letztes Mal war es klasse, kein Wellengang, einfach super, so gutes Wetter hat man nicht oft bei Cap Horn. Hoffentlich klappt es morgen auch, ansonsten machen wir noch in Puerto Williams halt.

Hier noch ein kleiner Reisebericht, der letzten Tage, für diejenigen, die meinen Blog nicht lesen:

Vorgestern morgen waren wir auf Petermann Island, es liegt nur etwa 10 km südlich bom Ausgang des Lemaire-Kanals. Die etwa 2 km lange und ca. 700 m breite Insel wurde bvon Eduard Dallmann nach dem detuschen Geographen August Petermann (1822-1874) benannt, dem Herausgeber der gleichnamigen, noch heute existierenden Zeitschrift "Petermanns Geographische Mitteilungen". Auf dem höchsten Gipfel der Insel (133 m) befindet sich ein Gedenkstein des französischen Antarktisentdeckers Jean Bapiteste Charcot, der 1909 während seiner Expedition auch Petermann Island besuchte. Außerdem wurde in der Nähe der Landestelle ein Gedenkkreuz für drei 1983 bei einer Ski-Exkursion umgekommenen Mitglieder der benachbarten britischen Faraday-Station errichtet. Auf der Insel nisten neben Esels- und Adelienpinguinen auch Blauaugenkomorane. Ich habe so viele Pinguine gesehen, aber es ist trotzdem immer wieder toll sie zu beobachten.

Und mittags noch auf Vernatzky

Die frühere britische Station Faraday, seit 1996 ukrainische Forschungsstation Vernatzky, befindet sich in der Penola Strait, auf der zu den Argentine Islands gehörenden Galindez Insel. Kommandant Ismale Galindez war der Kapitain des Schiffes Uruguay, welches von der argentinischen Regierung mit der Suce nach Cahcot beauftragt wurde, nachdem dieser während seiner Expediton 1905 verschollen war.

Die Forschungsbereiche Ionospäre / Magnetosphäre / Geomagnetismus / Ozonmessungen / Glaziologie / Meterologie werden als Bedingung für die Stationsübernahme weitergeführt. Auch befindet sich in dieser Station der südlichste Souveniershop.

Wir haben zuerst die Station besichtigt und danach noch eine kleine Zodiaktour durch die Kanäle der Station gemacht (Stella Creek, Skua Creek und Mekk Creek) es war total interessant, und auch das Wetter spielte mal wieder mit.

Und gestern waren wir mal wieder auf Melchior Island, bei strahlendem Sonnenschein,

die kleine vergletscherte Inselgruppe liegt zwischen Brabant und Anvers Island. Sie wurde 1873/74 von Eduard Dallmann entdeckt. Eine grobe Kartierung nahm der Franzose Jean-Baptist Charcot vor, der sie nach dem Vizeadmiral Melchior von der französischen Marine benannte. 1927 wurden die Gewässer um die Inseln von dem britischen Forschungsschiff Discovery II ganauer untersucht. Auf Lambda Island steht der Leuchtturm Primero de Mayo. Er war 1942 der erste, den die Agentinier in der Antakrtis errichteten. Heute genießt er als historisches Denkmal besonderen Schutz.

Ich würde euch gerne noch ein paar Bilder senden, aber das geht von hier aus leider nicht, aber wenn ich dann zu Hause bin.

Bis bald, ich hoffe es geht euch allen gut.

Yvonne